Sonntag, 19. August 2012

Die erste Woche Schule

Hyvää huomenta an alle meine fleißigen Leser,

ich hoffe, es geht euch gut in Deutschland.
Mir geht es hier in Finnland auch soweit ganz gut. Ich habe jetzt die erste Woche Schule hinter mich gebracht, es war sehr anstrengend, aber auch eine ziemlich interessante Erfahrung.

Zuerst einmal einen kurzen Einblick in das System des "Lukio" (kann man mit "gymnasialer Oberstufe" übersetzen).
Es gibt -theoretisch- drei Klassen. Man kann seine Kurse frei wählen, die Stunden sind an meiner Schule 75 Minuten lang. Zwischen jeder Stunde sind 15 Minuten Pause, nach den ersten 2 Schulstunden sind 60 Minuten Pause, die für das kostenlose Mittagessen (wird vom Staat gezahlt) gedacht sind, und man hat jeden gewählten Kurs 3 Mal in der Woche.
Das Abitur kann man nach 3 oder 4 Jahren machen, soweit ich weiß.

Ich bin jetzt in der ersten Klasse, habe aber Deutsch und Musik in der zweiten Klasse. Ich habe sieben Fächer gewählt (Deutsch in der ersten & Deutsch in der zweiten Klasse, Musik, Biologie, Mathe, Kunst und Englisch), und bin somit ziemlich lang in der Schule.

Mein Lukio ist noch nicht sehr alt (ich schätze 3 Jahre), und sehr modern. Es stehen in jedem der drei Stockwerke Computer rum, die man kostenlos und immer, wenn man Zeit hat, benutzen kann, um im Internet zu surfen (und nein, Facebook ist nicht gesperrt :P). Auch sind Handys erlaubt (was wären die Finnen ohne Handy...), und jeder simst und telefoniert munter während der Pause, und keinen interessierts. Der Traum für so manchen deutschen Schüler?!

Auch ist die technische Ausstattung hier sehr modern (und ich war letztes Schuljahr begeistert, dass bei uns alle Klassenzimmer einen Beamer bekamen...). Für die Hörverstehungsübung in Deutsch bekommt jeder seine eigenen Funkkopfhörer, die "Tageslichtprojektoren" werfen nichts mehr an die Wand, sondern scannen mit einer Kamera ein und beamen es mit einen Beamer an die Wand, die Tafel wird mit einem "Activeboard" ersetzt, auf dem der Computerbildschirm mit einem Beamer geworfen wird und welches wie ein Touchpad genutzt werden kann. Es gibt eine Tafel, aber die wurde in dieser Woche kein einizges Mal genutzt, und schaut auch nicht so aus wie bei uns, sondern ist so eine weiße Kunststoffläche, auf die man mit diesen Stiften malen kann.


So, das war jetzt erstmal genug von der Schwärmerei.
Bis dann,

Helene.

Kommentare:

  1. Liebe Helene, das hört sich doch alles sehr gut an! Wie läuft es denn mit dem finnisch? Oder sprichst du mehr englisch? Bin schon auf neue Bilder gespannt, interessiert mich ja, wie deine neue Umgebung aussieht! Mach es ganz gut, liebe Helene! Bussi, ich drück dich, Silke

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    1. Eindeutig mehr Englisch, Finnisch fange ich sehr sehr sehr langsam inzwischen an, Wörter einzubauen. Ist halt doch eine sehr schwere Sprache.

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